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Autopolitur professionell - Tipps und Tricks zur Autopflege
Maschinelle Politur
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Um einen stark strapazierten Lack mit einer rauen und zerschrammten Oberfläche wieder gleichmäßig zu glätten und auf Hochglanz zu bringen, führt kein Weg an einer maschinellen Politur vorbei.
 
Mit der Poliermaschine wird mühelos verwitterter Lack abgetragen und werden die typischen Schrämmchen - im µm Bereich - egalisiert.
 
Bei allen Möglichkeiten, die eine gute Poliermaschine bietet, vergessen wir nicht, dass auch diesem Profigerät Grenzen gesetzt sind: Reichen die Lackkratzer durch den Basislack hindurch bis zur Grundierung, hilft nur noch eine Lackausbesserung oder Neulack.
Fahrzeugaufbereitung mit Poliermaschine
Die professionelle Poliermaschine
hat um 1200 bis 1500 Watt, Drehzahlen bei ungefähr 2500 U/Min, ist aus robustem und schlagfesten Material hergestellt, hat einen standfesten und langlebigen Motor mit einem solide gefertigten Getriebe.
 
Die Maschinen sind mit fester Drehzahl oder mit variabler Motoreinstellung erhältlich. Der routinierte Profipolierer nimmt die Maschine mit fester Drehzahl, alle anderen nehmen sicherheitshalber ein Poliergerät mit Drehzahlverstellung.
 
Der Grund: Mit niedriger Drehzahl lässt sich gut üben, ohne gleich den Lack nachhaltig zu beschädigen.
 
Der Grund für feste Drehzahlen beim Profi: Niedrige Drehzahlen sind Zeitverlust - der variable Andruck an den Autolack ersetzt die Drehzahlverstellung.
Und für den Profi ist fraglos eine Flex-Poliermaschine mit fester Drehzahl die erste Wahl.
Autolack
Aufbau des Fahrzeuglackes
Blech
Korrosionsschutz ca. 20µm
Schutzschicht/Füller ca. 30µm
Basislack ca. 18µm
Klarlack ca. 20µm
1µm sind 1/1000 (ein/tausendstel) Millimeter
Zur Information
Aufbereitung des Autolackes
Der Polierschwamm
wird seiner Aufgabe nur gerecht, wenn er nicht zu weich ist.
 
Stellen wir uns in diesem Zusammenhang einen Schleifklotz mit aufgespanntem Schmirgelpapier vor: Ist der Schleifklotz hart (meist aus Kork) können wir kraftvoll Material abtragen.
 
Wäre der Schleifklotz hingegen weich - beispielsweise wie bei einem Waschschwamm - , würde unsere Kraft wirkungslos verpuffen und der Materialabtrag wäre gleich Null.
 
Auch hier stellt sich wieder die Anfänger- oder Profifrage: Der Profi nimmt den harten Schwamm und der Anfänger nimmt besser eine etwas weichere Ausführung: So wird der Lack nicht gleich beim ersten Polierversuch bis auf die Grundierung herunterpoliert.
 
Gute Polierschwämme haben rückseitig einen Klettverschluss und passen ideal zu dem Klett-Polierteller auf der Poliermaschine. Mit der Kletttechnik entfällt das aufwendige Verkleben der Schwämme.
Nur mit einer Poliermaschine zu erzielen: Gleichmäßiger Lackabtrag für eine ebene und hochglänzende Lackopberfläche
Worauf unbedingt achten?
Ecken, Kanten, Sicken und Rundungen - also überall dort, wo der Polierschwamm nicht voll aufliegt und die Poliermaschine ihre volle Kraft auf wenige Quadratzentimeter ausübt - ist äußerste Vorsicht geboten. Polieren wir diese kritischen Lackbereiche nur mit minimalem Andruck und gleiten mit dem Poliergerät leicht über diese Zonen hinweg.
 
Würden wir andererseits auf den Fahrzeugkanten mit vollem Andruck weiter polieren, wäre in Sekundenbruchteilen die Lackgrundierung erreicht!
 
 
Lackierte Kunststoffteile: Heutzutage finden wir vermehrt Fahrzeuge, die in weiten Teilen statt aus Stahlblech, aus Kunststoffteilen gefertigt sind.
 
Polieren wir eine herkömmliche Karosse aus Stahlblech, kann die Reibungswärme - verursacht durch die Maschinenpolitur - abfließen, da Stahl ein guter Wärmeleiter ist.
 
Polieren wir hingegen lackierte Kunststoffteile, wird der Lack sofort sehr heiß und schlägt schon nach kurzer Zeit Blasen. Der Grund: Kunststoff ist ein schlechter Wärmeleiter: Die Wärme staut sich, weil sie nicht abgeleitet werden kann - und schon ist der Lack verbrannt.
 
Wir polieren daher lackierten Kunststoff mit geringem Druck, machen Pausen damit sich der Lack abkühlen kann und setzen zusätzlich unsere Sprühflasche ein, um den Lack mit Wasser zu kühlen.
Der Poliervorgang
Poliermaschine
Profigerät - variable Drehzahl für Polier-Lehrlinge.
Polierschwamm
Polierschwamm mit Klettverschluss
Polierschwamm - Klettverschluss auf der Rückseite
Polierschwamm für Autolacke
Die Politur (das Schleifmittel)
muss poliermaschinentauglich sein: Ist die Politur zu grobkörnig - beispielsweise wie bei einer scharfen Schleifpaste - ist der Autolack in wenigen Augenblicken vernichtet. Oder ist die Politur sehr dickflüssig, so frisst sie sich schnell auf dem Lack fest und ist nur sehr schwer wieder zu entfernen.
 
Die Körnung der Politur erspüren wir, wenn wir das Schleifmittel zwischen den Fingern zerreiben - die Körnung der Maschinenpolitur sollte sich vergleichsweise fein anfühlen.
 
Die Konsistenz der maschinentauglichen Autopolitur entspricht in etwa dem eines durchgerührten Joghurts.
Polieren im Kreuzgang
Autopolitur zur Fahrzeugaufbereitung
Schleifmittel für die Poliermaschine
Sprühflasche
Sprühflasche mit Leitungswasser
Ungefähr zwei Fingerhut voll Politur direkt auf den Polierschwamm geben. Dann - ein sehr wirkungsvoller Trick - den Polierschwamm durch eine Sprühflasche leicht mit Leitungswasser besprühen.
 
Das Anfeuchten des Schwammes hat vier unschlagbare Vorteile:
 
  1. Die Poliermaschine läuft leichter und ruhiger
  2. Die Politur frisst sich nicht auf dem Lack fest
  3. Die Lackpolitur verteilt sich für ein gutes Politurergebnis gleichmäßiger auf dem Autolack
  4. Die Reibungswärme wird gemindert und der Lack wird gekühlt
Die Poliermaschine wird unter gleichmäßigem Druck im sogenannten Kreuzgang über den Autolack geführt. Der Verbrach des Schleifmittels hängt vom Lackzustand ab: Strapazierter Lack = hoher Verbrauch, neuwertiger Lack = niedriger Verbrauch.
 
Während des Poliervorgangs wird der Polierschwamm mittels Sprühflache feucht gehalten und nach Bedarf wird Politur auf den Schwamm gegeben.
 
Für die Maschine nicht zu erreichende Zonen werden nach Abschluß der Maschinenpolitur per Hand nachpoliert.
 
Und ganz klar: Die Anfänger tasten sich vorsichtig mit niedrigen Drehzahlen an die Maschinenpolitur heran.
Polierschema “Kreuzgang” für ein gleichmäßiges und durchgehend glanzvolles Ergebnis
Politur mit Maschine
Keine Chance für kleine Schrammen und Kratzer: Poliermaschine im Einsatz
Was kann schiefgehen?
Zum Schluß
lassen wir die Polierreste auf dem Fahrzeug und tragen mit einem Frotteetuch direkt die Lackversiegelung auf - das spart einen Arbeitsgang.
 
 
 
 
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